Triathlon-Saison Nr. 4

19. September • Kategorie: Allgemein

Die Entscheidung die Saison zu beenden ist mir nicht einfach gefallen. Das Jahr war wieder durch viele Höhen und Tiefen gekennzeichnet. Wie bei einem Ironman eben.

Bei meinem ersten Höhepunkt in Venedig war ich fit. Trotz langsamen Schwimmens konnte ich mich immer weiter nach vorne arbeiten und bis zu der Verletzung bei km 37 im Marathon konnte ich auch endlich mal zeigen, dass ich dort konkurrenzfähig bin. Dann kam leider die Verletzung und die Zeit danach war schwierig. Ständige Fahrten zur Physio und zum Arzt machten den ohnehin schon straffen Alltag noch schwieriger. Nach ein paar Wochen konnte ich mich aber wieder aufrappeln und war sogar motivierter als vor der Verletzung. Im Training lief es auch immer besser, sodass ich mich dazu entschied beim Ironman Schweden zu starten. Auch dort war ich fit. Leider habe ich dann den Fehler gemacht und zu früh meine Kräfte verbraucht. Ich hatte einfach irgendwie das Gefühl, dass ich es riskieren muss.

Die Zeit nach dem Rennen in Schweden war alles andere als leicht. Der zweite Saisonhöhepunkt war vorbei, das Ergebnis nicht zufriedenstellend und ich hatte auf einmal Zeit… Viel Zeit um nachzudenken. In den letzten drei Jahren habe ich alles dem Sport untergeordnet. Meine Tage waren strikt geplant und bestanden aus Training, Arbeit, Training. Irgendwie habe ich da noch Physio und Haushalt reingequetscht. Zeit für private Dinge blieb so gut wie nicht. Klar hätte ich einfach weniger trainieren können aber mein Ziel war es mich kontinuierlich zu verbessern und ich habe das alles freiwillig gemacht.

Bereits Ende 2016 habe ich gemerkt, dass mich das ganz schon müde macht und auszehrt. Durch die Verletzungen und fehlenden Erfolge war es dieses Jahr aber noch ein ganzes Stück härter als das letzte.

Bereits vor dem Rennen in Schweden habe ich den Entschluss gefasst, dass ich 2018 ohne einen großen Sponsor, der an mein Potential glaubt, so nicht weitermachen kann. Deshalb haben mein Trainer und ich überlegt, meine Form nochmal auszunutzen und beim Ironman Barcelona ein letztes Rennen für diese Saison zu bestreiten. In den vergangenen Wochen habe ich versucht mich erneut zusammen zu reißen um mich dafür vorzubereiten aber es geht einfach nicht mehr. Mir fehlt grad der Wille, die Motivation und die Disziplin das Spagat zwischen Sport und Arbeit für die restlichen Wochen durchzustehen.

Also war’s das erst mal für dieses Jahr. Auch wenn ich selbst gemerkt habe, dass ich von Jahr zu Jahr besser werde, ist es hart wenn die erstrebten Ergebnisse ausbleiben. Jetzt mache ich erst mal ein paar Wochen Triathlon-Pause und versuche klare Gedanken zu finden. Komisch wie viel Zeit man auf einmal hat. Mal sehen ob und wie es weiter geht.

Alleine hätte ich es auch dieses Jahr nicht so weit geschafft. Daher nochmal ein großes Dankeschön an alle, die mich begleitet und unterstützt haben. Triathlon, besonders Ironman, ist eben doch ein Teamsport.

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