Ironman Kalmar/Schweden

25. August • Kategorie: Allgemein

Ironman Kalmar/Schweden

Nach meiner Verletzung im Juni war nicht sicher, wann ich wieder bei einem Rennen starten könnte. Die Luft war erst mal raus. Nach einer Woche war ich aber wieder motiviert. Neben Schwimmtraining konnte ich auch ohne Klickpedale ein wenig Radfahren. Stück für Stück stieg ich wieder ins normale Training ein und nach 6 Wochen durfte ich auch wieder anfangen zu laufen. Der Start war schwierig und ich dachte, dass ich bis zum Ironman Schweden nicht wieder zu alter Laufform zurück finden würde. Irgendwann ging es dann aber auf einmal, und komischerweise fühlte ich mich in allen drei Disziplinen sogar fitter als vor der Verletzung. Auch die Ergebnisse im Training bestätigten dies. Das war der Grund, warum ich mich für den Start in Schweden entschieden habe. Ich war konkurrenzfähig.

Ein großes Dankeschön geht hier noch einmal an Johanna, die mich bei der Reha unterstützt und meine Wade so schnell wieder hinbekommen hat.

Mein Ziel für den Ironman Schweden war das Podest. Wenn man bedenkt, dass ich mich mit Vollprofis messe, die den Sport schon etwas länger als ich machen, ist das ein sehr hoch gestecktes Ziel. Aber Top 10 Platzierungen habe ich schon erreicht und ich war auch davon überzeugt, dass ich das schaffen kann.

Zum Rennen selbst:

Das Schwimmen war für meine Verhältnisse solide. Klar muss das noch schneller gehen, aber nach dem Desaster in Venedig war ich damit erst mal zufrieden.

Der Plan fürs Radfahren war, eigentlich die erste Hälfte verhalten zu fahren und dann langsam aufzudrehen. Allerdings kam dann alles ganz anders. Schon nach ein paar Kilometern hatte ich das Gefühl, die größere Gruppe vor mir, so schnell es geht, einholen zu müssen. Also fuhr ich viel härter los als normalerweise. An die Gruppe kam ich auch immer näher aber bei km 100 war auf einmal meine ganze Kraft weg. Ich habe versucht, locker zu bleiben und mich zu erholen aber es wurde einfach nicht besser. Der Weg in die Wechselzone war noch so lang und mein Tank völlig leer.

Ich hatte gehofft, dass sich das beim Laufen bessern würde aber schon auf dem Weg zum Wechselzelt war mir klar, dass der Marathon richtig hart werden würde. Und das war er auch. Ich habe mich noch nie so schlecht gefühlt. Und zum ersten Mal überhaupt habe ich darüber nachgedacht, das Rennen freiwillig aufzugeben. Nach nur 4km war ich wirklich kurz davor auszusteigen. Irgendwie habe ich aber trotzdem weiter gemacht.

Am Ende wurde ich in meiner 7.Langdistance 9.bei den Profis. Das war nach erst dreieinhalb Jahren Triathlon mein viertes Top 10 Ergebnis. Mein Ziel, das Podium, habe ich nicht erreicht aber ich bin heute wirklich froh, dass ich nicht aufgegeben und das Ziel beim Ironman Kalmar erreicht habe. Für den Rennverlauf war ich selbst verantwortlich und für meinen Fehler wurde ich hart bestraft. Eine Langdistanz ist eben erst im Ziel entschieden und nicht nach der ersten Radhälfte. Aber besonders im Profi-Rennen muss man ab und zu etwas riskieren, um seine Ziele zu erreichen.

Wenn ich mich heute an das Rennen zurück erinnere bleibt besonders eine Sache trotz der vielen Schmerzen in positiver Erinnerung: Die Stimmung an der Strecke war unglaublich. Das begann schon morgens beim Schwimmstart. Noch nie habe ich so viele Zuschauer an der Strecke gesehen.

Zu guter Letzt möchte ich mich noch bei allen bedanken, die mit mir mitgefiebert haben. Besonders aber bei meinen Trainer, der mich nach Schweden begleitet und immer an mich geglaubt hat!

1 Kommentare

  1. Hallo Pascal, dein Ergebnis ist top und hey das nächste mal steht sicher bevor. Bleib dran 🙂

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